„Comeback“ der Olympiasiegerin beim Saisonauftakt vor Mallorca
Während vor Palma de Mallorca mit der Trofeo Princesa Sofia der traditionelle Saisonauftakt im olympischen Segeln über die Bühne geht, arbeitet Olympiasiegerin Lara Vadlau weiterhin an ihrem Comeback.
Die Kärntnerin ist aktuell ebenfalls vor Ort – jedoch nicht im Wettkampf-, sondern im Reha-Modus.
Die Regatta gilt als erste Station der Sailing Grand Slam-Serie und bringt die internationale Spitze in zehn olympischen Bootsklassen zusammen. Das österreichische Segelnationalteam ist mit 17 Athlet:innen vertreten. Die 470er-Paarung Vadlau/Haberl ist dabei aufgrund der Verletzung der Olympiasiegerin bekanntlich nicht am Start.
Nähe zum Geschehen bewusst gesucht
Trotz ihrer Zwangspause hat Vadlau bewusst den Weg nach Mallorca gewählt. „Ich vermisse das Meer, meine Freunde und den gesamten Segel-Zirkus so sehr, dass ich kurzerhand mit meiner Freundin nach Mallorca geflogen bin“, sagt die Olympiasiegerin, die vor wenigen Tagen ihren 32. Geburtstag feierte.
Vor Ort verfolgt die Heeressportlerin das Geschehen genau: „Natürlich schaue ich, wer in Führung liegt, und wie das neue Medal-Race-Format funktioniert. Da möchte ich am Laufenden bleiben.“ Die Anpassungen im Regattamodus bewertet sie positiv: „Ich finde das neue Format spannend. Es ist gut, dass sich der Segelsport weiterentwickelt und dynamischer wird.“
Reha im „Rad-Paradies“
Den Aufenthalt auf Mallorca nutzt Vadlau gezielt für ihre Rehabilitation. „Ich verbinde das hier mit meiner Reha und genieße das Rad-Paradies Mallorca. Jetzt schaue ich, wie das mit meinem Knie funktioniert.“ Der Fokus liegt aktuell klar auf dem körperlichen Aufbau: „Ich konzentriere mich zu hundert Prozent auf mein Knie. In dieser Phase geht es vor allem um Muskelaufbau. Alles, was den Muskel stimuliert, hilft.“
Die Fortschritte sind sichtbar, auch wenn der Weg weiterhin fordernd ist. „Ich kann noch nicht wirklich viel Gewicht verwenden und habe bei fast jeder Kniebeuge Schmerzen – aber das wird schon.“ Die Beweglichkeit verbessert sich schrittweise: „Bei der Beugung bin ich aktuell bei etwa 120 Grad.“ Neben gezieltem Training im Kraftraum setzt Vadlau auf Ausdaueraufbau: „Ich radle viel am Ergometer und möchte hier auf Mallorca auch wieder auf das Straßenrad steigen.“ Geplant ist ein mehrwöchiger Aufenthalt: „Ich werde noch etwa drei Wochen hierbleiben.“
Austausch mit dem Team
Die Nähe zum Regattageschehen nutzt Vadlau auch für den persönlichen Kontakt zu ihrem Vorschoter Niklas Haberl. „Ich bin hier, um mich mit Niki auszutauschen und nicht zu weit weg vom Geschehen zu sein.“
Haberl selbst sammelt währenddessen weiterhin wichtige Wasserstunden. „Er trainiert aktuell mit einem spanischen Segelkollegen“, erklärt Vadlau.
Comeback bleibt offen
Ein konkreter Zeitpunkt für die Rückkehr ins Boot ist weiterhin nicht absehbar. „Wann ich wieder segeln kann, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht“, sagt Vadlau offen. „Ich bin im ständigen Austausch mit meinem Team und meinen Ärzten.“ Die Marschroute ist klar definiert: „Wichtig ist, dass ich alles Schritt für Schritt mache, damit ich wirklich vollständig gesund werde.“

